Drucken, Busfahren, Lernen in der Bibliothek
In der vierten und fünften StuPa-Sitzung des WiSe 25/26 wurde das neue Referat für Queere Angelegenheiten gegründet und die folgenden Themen wurden in Anträgen behandelt:
Zeitdruck beim Busfahren und bei der Evaluation von Lehrveranstaltungen
Wer Lehrveranstaltungen an verschiedenen Orten in der Stadt belegt und mit dem Bus von A nach B kommen möchte, steht immer wieder vor Problemen. Seien es die Abfahrtszeiten der Linie 931 zur Feki, die nach einer Lehrveranstaltung in der Innenstadt nicht zu erreichen ist, die Busse von der Feki zur Erba, die immer wieder zu früh abfahren, oder die unzureichende Anbindung der Gutenbergstraße – derartige Schwierigkeiten wurden auf einen Juso-Antrag hin gesammelt an die Stadtwerke gemeldet.
Ein weiterer Juso-Antrag kritisiert, dass Lehrveranstaltungen derzeit zu früh evaluiert werden. Zum Zeitpunkt der Evaluation gegen Ende der Vorlesungszeit haben Studierende nicht die Möglichkeit, Aspekte zu bewerten, die erst in der vorlesungsfreien Zeit relevant werden, etwa die Betreuung bei Hausarbeiten. Das Studierendenparlament fordert den Ausschuss für Studium und Lehre deshalb auf, den Zeitpunkt der Lehrveranstaltungsevaluationen unter diesem Gesichtspunkt zu überarbeiten.
Drucken an der Universität
Wie bereits im letzten Blogbeitrag erwähnt, entfällt endlich die Notwendigkeit, alle Abschlussarbeiten grundsätzlich gedruckt und nicht nur digital abzugeben. Ein Juso-Antrag forderte, bei Hausarbeiten während des Studiums genauso zu verfahren, wurde aber nach einem Gleichstand der Ja- und Nein-Stimmen vor einer erneuten Abstimmung zurückgezogen.
Ebenfalls mit dem Thema Drucken befasste sich ein angenommener Antrag des RCDS: Demnach sollen alle Studierenden pro Semester bis zu 50 Seiten in Schwarz/Weiß kostenlos drucken können.
Sommer- und Winterthemen
Während der Winterpause der Universitätsbibliothek waren die Öffnungszeiten der Bibliotheksstandorte stark eingeschränkt und es gab Tage, an denen selbst die Bibliotheken geschlossen hatten, die regulär rund um die Uhr zugänglich sind. Das stellte Studierende bei der Prüfungsvorbereitung vor Schwierigkeiten. Mit einem Antrag der Fachschaft WIAI plädiert das Studierendenparlament deshalb für eine Ausweitung der Öffnungszeiten während der Winterpause.
Wir wechseln die Jahreszeit: Ein RCDS-Antrag forderte die Installation von kostenfreien Sonnencremespendern an verschiedenen Universitätsstandorten, fand aber im Studierendenparlament keine Mehrheit.
Tiefensammler – Baustelle am Fluss
Um Anforderungen im Bereich des Hochwasser- und Umweltschutzes gerecht zu werden, plant die Stadt Bamberg in Bamberg-Ost umfangreiche Baumaßnahmen für einen Tiefensammler. Diese betreffen auch das Adenauerufer und somit einen wichtigen Radweg sowie den Begegnungsort rund um den Kiosk Kunni. Verschiedene zivilgesellschaftliche Gruppen kritisierten nicht nur die genannten Konsequenzen des Bauvorhabens, sondern auch, dass die Einbindung und Information der Bürger*innenschaft im Vorfeld zu gering ausgefallen war. Das Studierendenparlament schließt sich dieser Kritik an und betont insbesondere die Bedeutung öffentlicher Räume für studentisches Leben.
Mehr Informationen zum Tiefensammler und zu inzwischen seitens der Stadt geplanten Informationsveranstaltungen findet ihr hier.
Unterstützung der „Mensarevolution“
Schon in der Vergangenheit hat sich die Mensainitiative Bamberg dafür eingesetzt, das Mensa-Angebot nachhaltiger zu gestalten, beispielsweise durch einen Ausbau des veganen Angebots. Nun unterstützt die Bamberger Studierendenvertretung auf Antrag der Mensainitiative hin den bundesweiten Forderungskatalog der „Mensarevolution“, der auf eine nachhaltige Transformation der Hochschulgastronomie abzielt. Beispielsweise sollen besonders klimafreundliche Gerichte kostengünstiger angeboten werden als andere Gerichte und es soll bei den Zutaten besonders auf faire und ökologische Erzeugung geachtet werden. Es finden sich aber auch Forderungen, die thematisch etwas breiter sind, etwa die Öffnung von Mensen außerhalb der Essensausgabe-Zeiten als studentische Aufenthalts- und Arbeitsräume.
StuVe-Strukturen
Drei Anträge befassten sich mit der Arbeit der Studierendenvertretung selbst, etwa mit der Geschäftsordnung des Studierendenparlaments: Aktuell sieht diese weich quotierte Redelisten vor. Das bedeutet: Wenn sich Personen melden, um z.B. einen Antrag zu debattieren, wird eine FINTA*-Redeliste und eine offene Redeliste geführt, von denen jeweils abwechselnd ein*e Redner*in aufgerufen wird. Aufgrund der weichen Quotierung dürfen auch dann, wenn die FINTA*-Redeliste erschöpft ist, noch sämtliche Meldungen der offenen Redeliste aufgerufen werden. Ein Antrag des Gleichstellungsreferats schlug einen Wechsel zur harten Quotierung vor. Dann dürfte nach Erschöpfung der FINTA*-Redeliste der Rest der offenen Redeliste nicht mehr aufgerufen werden, wobei FINTA*-Personen beantragen können, dass diese Meldungen trotzdem zugelassen werden. Der Antrag zur harten Quotierung erhielt zwar eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen, um die Geschäftsordnung zu ändern, ist allerdings eine Zweidrittelmehrheit nicht nur der anwesenden, sondern aller Mitglieder des Studierendenparlaments nötig. Diese Anforderung wurde nicht erfüllt, sodass das StuPa einstweilen bei der weichen Quotierung bleibt.
Ein weiterer Änderungsvorschlag kam von der PIKSI-Hochschulgruppe. Derzeit haben die Mitglieder des Sprecher*innenrates sowie die StuPa-Vorsitzenden die Möglichkeit, eine Aufwandsentschädigung von 120 Euro pro Jahr in Anspruch zu nehmen. Das Studierendenparlament stimmte für einen Antrag, der vorsieht, diese Aufwandsentschädigung zu erhöhen und auf Fachschaftssprecher*innen sowie die Sprecher*innen des Referats für Lehrerinnen- und Lehrerbildung auszuweiten, sofern in der Zentralen Zuschusskommission die entsprechenden Mittel gewonnen werden können. So soll studentisches Engagement zugänglicher gemacht werden, denn wer einen Nebenjob benötigt, um das Studium zu finanzieren, findet teils nur schwer die Zeit, außerdem noch ein solches Ehrenamt auszuüben.
Abschließend ebenfalls zum Thema Finanzen: Einstimmig verabschiedete das Studierendenparlament den vom Sprecher*innenrat (Sprat) vorgestellten Haushaltsentwurf. Der Sprat hatte den Entwurf zusammen mit den Referaten der Studierendenvertretung erarbeitet, denen jeweils ein Budget zu Verfügung steht. Dieses Budget können sie nun für ihre Arbeit nutzen, zum Beispiel, um Veranstaltungen zu organisieren. Insgesamt umfasst der Haushalt der Studierendenvertretung für das Jahr 2026 35.360 Euro.