Icon der Studierendenvertretung Bamberg Gläser mit Wasser und Limetten

Wo Wasser und Ketchup fließen

7.02.2024 | Mensa, Nachhaltigkeit, Studierendenvertretung, Studierendenwerk, Wohnheim

Vergangene Woche fand das Gespräch der Studierendenvertretung mit dem Studierendenwerk Würzburg in diesem Semester statt. Das waren die Themen.

So voll war es in der Cafeteria der Mensa an der Feldkirchenstraße selten. Über zwanzig Vertreter*innen der Studierendenvertretung trafen sich vergangenen Dienstag, um mit der Leitung des Studierendenwerks Würzburg zu sprechen. Dabei ging es um die Wohnheime, die Mensen und die Plattform CAMPUSdirekt. Wir blicken optimistisch ins nächste Semester.

Schöner Wohnen

Mit Abschluss der Erneuerung des Wohnheims in der Pestalozzistraße kamen einige Anliegen bei Studierenden auf, die das Schließsystem, Luftabzüge und den Einzug in die neuen Bauabschnitte betrafen. Diese gaben die Studierendenvertreter*innen an die Leitung des Studierendenwerks weiter und bekamen vielversprechende Antworten. So sollen ab April 2024 die neusten Appartments bezogen werden können. Um Mängel, die in den neueren Bauabschnitten jetzt schon bestünden, würde sich außerdem gekümmert. Wer an der Lautstärke seiner Lüftungsanlage verzweifelt, dem könne auch schnell geholfen werden: Eine kurze Meldung an den Hausmeister, ein paar Handgriffe und schon sollte die Situation besser werden. Was die Anliegen bezüglich des neuen Schlüsselsystem, das mit Induktion arbeitet, anging, hieß es, dieses sei gewöhnungsbedürftig, das sollte sich aber mit der Zeit geben.

Mehr Nachhaltigkeit und Transparenz in der Mensa

Den Hauptteil des Gesprächs bildete wieder einmal das Thema Gastronomie. Die Forderung vom Studierendenparlament nach Ketchupspendern statt Portionspackungen wurde erneut diskutiert. Eine Umsetzung sei bisher wohl doch noch nicht geplant gewesen, das Anliegen würde allerdings wieder mitgenommen werden. Viel elementarer wurde der Wunsch nach Wasserspendern in den Speisesälen angebracht, das Studierendenwerk äußerte dabei jedoch Sorgen um seinen Getränkeumsatz. Wie sehr der Wegfall von Einnahmen durch den Getränke-, genauer Wasserflaschenverkauf, den Umsatz beeinflussen würde, soll künftig evaluiert werden. Gegebenenfalls wäre dann ein Pilotprojekt mit Wasserspendern denkbar.

Dabei hilfreich werden könnte die Erhebung zur Nutzung der Mensa, die die Fachschaft Sozialwissenschaften (SOWI) Anfang des Jahres durchgeführt hatte. Die Umfrage erfasste Fragen nach Essenspräferenzen, Getränkekonsum, aber auch andere Themen wie den Betrag, den Studierende bereit wären für ihr Mittagessen zu zahlen. Die Ergebnisse findet ihr in Kürze auf diesem Blog.

Grundsätzlich brachten die Studierendenvertreter*innen einen Wunsch nach mehr Transparenz in den gastronomischen Einrichtungen des Studierendenwerks vor. Eine Liste mit Lieferant*innen, die öffentlich einsehbar ist, könnte dafür der erste Schritt sein. Auch die Kalkulation der Preise für die Gerichte in den Mensen und Cafeterien, die sich wohl am Wareneinkauf orientiere, wäre interessant nachvollziehen zu können. Eine zuverlässige Auszeichnung von Allergenen, die auch für beispielsweise die Nachspeisen online einsehbar wäre, wurde außerdem erbeten. All diese Dinge sollen mit in die neue Website des Studierendenwerks implementiert werden. Eine elegante Möglichkeit, die eigenen Lieblingsrezepte weiterzugeben, soll so außerdem geschaffen werden. QR-Codes an den Mensa Standorten könnten es einfach und effizient ermöglichen, Rezeptideen zu äußern. Wir freuen uns also auf die neue Website und das nächste Semester!

Neben Vertreter*innen aus den Fachschaften und politischen Hochschulgruppen nahm auch das Referat für Ökologie an dem Gespräch teil und brachte einige Anliegen zum Thema Nachhaltigkeit mit ein. Neben einer Erweiterung von veganem Angebot im Nachhaltigkeitsmonat der Universität Bamberg wurde auch das Konzept der „Mensarevolution“ angesprochen. Die Kampagne, die sich für eine nachhaltige Transformation von Mensen einsetzt, wird aktuell vom Deutschen Studierendenwerk (DSW) ins Auge gefasst. Sollte sich beim DSW eine Positionierung dazu ergeben, wäre auch das Studierendenwerk Würzburg, das selbst schon viele Punkte der Strategie erfüllt, eingeschlossen. Außerdem wurde die Einführung eines Rebowl-Systems diskutiert, ebenso wie die Abgabe von überschüssigen Gerichten durch Konzepte wie “Too good to go”. Im neuen Semester soll es die Mehrwegboxen bereits geben. Ob sich ein Modell für überschüssiges Essen ab z.B. 14 Uhr findet, wird mit dem neuen Leiter des Studierendenwerks besprochen werden müssen.

Das Studierendenparlament hat dazu bereits eine Beschlusslage, mehr zu dem Thema findet ihr hier.

Ärger mit Flächennutzungsgebühren

Wie auch schon im letzten Gespräch war die Plattform CAMPUSDirekt wieder Thema. Diese verwaltet im Auftrag des Studierendenwerks Würzburg dessen Pachtflächen – etwa die Bereiche vor den Bamberger Mensen. Die Studierendenvertretung merkte an, dass insbesondere die Fachschaften Probleme mit der Nutzung dieser Flächen zum Kartenverkauf für ihre Veranstaltungen hätten. Entgegen der Zusicherung vom Studierendenwerk, dass studentische Initiativen die Flächen grundsätzlich kostenfrei nutzen können, fielen in letzter Zeit wieder vermehrt Fälle an, in denen die Plattform hohe Gebühren verlangt hätte. Das Studierendenwerk versprach, dem nachzugehen.

Icon der Studierendenvertretung Bamberg Logo zum Podcast "News vom Kranen"

21 Stimmen (OVP) abzugeben: Warum geht keine:r zur Hochschulwahl?

21.01.2024 | Hochschulwahlen, Studierendenvertretung, StuPa, Verfasste Studierendenschaft
avatar
Beate Conrad (Host)
avatar
Katharina Ernst (Host)
avatar
Florian Knoch (Host)
avatar
Jochen Mehlich (Technik)

Kathas Herzensthema widmen wir die zweite Folge: Wir haben uns 2023 für die Hochschulwahlen ins Zeug gelegt und wollten mit jeder Menge Infomaterial die Wahlbeteiligung steigern. Was es gebracht hat, erfahrt ihr im Podcast. Außerdem: Funfacts zur Macht der Studierendenvertretung, endlich eine Erklärung für den Namen, Selbstkritik, Hilfeschreie und – neu als Host dabei – Beate.

Zur Übersicht gibt es hier noch eine Statistik der Wahlbeteiligung in den Jahren 2019 bis 2023:

Und an alle, die den Podcast hören und/oder bei der Hochschulwahl teilgenommen haben: D A N K E ! Schreibt uns gern per Email oder auf Instagram, was ihr davon haltet, und bewertet uns auf Spotify oder iTunes. Themenwünsche nehmen wir sehr gern entgegen.

Über uns

Links

Icon der Studierendenvertretung Bamberg verschiedenes gemüse

Mit Ambitionen ins neue Jahr: Das war die letzte Sitzung des Studierendenparlaments 2023

21.12.2023 | Studentenwerk, Studierendenvertretung, StuPa

Alle Jahre wieder tummeln sich Ende Dezember die Jahresrückblicke, im Privaten wie im Öffentlichen. Das Studierendenparlament hat in seiner letzten Sitzung des Kalenderjahres auch kurz zurück geblickt und dann seinen Fokus vor allem auf eines verschoben: Nach vorne.

So begann der Sprecher:innenrat seinen Bericht mit der Vorstellung des Haushaltsplans für 2024. In der detaillierten Auflistung findet sich eine Vielzahl von spannenden Projekten, die die Referate der StuVe für das kommende Kalenderjahr geplant haben. Dem Vorschlag stimmte das Studierendenparlament geschlossen zu. Ob Poetry-Slam-Abende, Workshops oder Exkursionen, im neuen Jahr könnt ihr euch also auf tolle Aktionen freuen!

Insbesondere das schon lange etablierte Referat für Ökologie berichtete von Ideen für 2024, nachdem es dem StuPa einen Überblick über die bisher durchgeführten Veranstaltungen gab. So konnte das Referat im vergangenen Jahr u.a. ein Gemeinschaftsgarten-Projekt mit unterschiedlichen Aktionen anstoßen und einen Wanderausflug in die Fränkische Schweiz unternehmen. Außerdem gewann es den Nachhaltigkeitspreis der Universität für sein Engagement in den vergangenen Semestern.

Doch nicht nur in puncto Nachhaltigkeit ist die Studierendenvertretung aktiv, auch das Referat für Lehrer:innenbildung berichtete von vielbesuchten Veranstaltungen und beim Runden Tisch Studiengangsmarketing brachten und bringen sich Studierendenvertreter:innen aktiv ein, um gemeinsam mit anderen Akteuren an der Universität Ideen zu sammeln, wie sich die Attraktivität eines Studiums in Bamberg effektiv kommunizieren lässt.

Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln

Neben der Abstimmung über den Haushalt der Studierendenvertretung befasste sich das Studierendenparlament mit zwei weiteren Anträgen. Den ersten, der sich mit Lebensmittelresten der Mensen und Cafeterien befasste, brachte die Bamberger Grün-Linke Studierendeninitiative (BAGLS) ein. Das Studierendenwerk hatte sich bisweilen nicht dazu geäußert, was mit Übriggebliebenen Lebensmitteln geschieht. Entsprechend stieß die Forderung, offenzulegen was mit Lebensmittelresten geschieht und ggf. Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, auf große Zustimmung im Parlament.

Zusätzlich kündigte das Referat für Ökologie an, sich in einem offenen Brief an das Studierendenwerk zu wenden um ein noch nachhaltigeres Angebot in Mensen und Cafeterien zu fordern. Desweiteren findet aktuell eine Umfrage zum Mensaangebot in Bamberg statt, die Grundlage für ein Gespräch mit dem Studierendenwerk im neuen Jahr bieten soll.

Sprachtests abschaffen?

Der Zweite Antrag befasste sich mit einem nicht weniger aktuellen Thema: Wer schon mal ins Ausland wollte, hat sich wahrscheinlich schon mit einem Sprachtest beschäftigen müssen. Dazu hat das StuPa einen Antrag diskutiert, der eine Änderung weg von verpflichtenden Sprachtestes hin zu einem freiwilligen Angebot bewirken möchte. In der dadurch entstandenen konstruktiven Diskussion wurden beide Seiten, sowohl zustimmende als auch Argumente dagegen, beleuchtet.

Befürwortende Stimmen argumentieren vor allem mit der Redundanz für Sprachnachweise, die beispielsweise im Rahmen des Abiturs bereits nachgewiesen wurden. Daneben sind auch die eher schlecht wahrgenommene Organisation, die zusätzliche Hürde für Studierende, überhaupt ins Ausland zu gehen, und die fehlende Spontanität Gründe für die Abschaffung der verpflichtenden Tests.

Dagegen spricht unter anderem, dass die verpflichtenden Sprachtests in Partnerabkommen mit den Universitäten im Ausland festgelegt sind. Die Entscheidung liegt also nicht alleine bei Bamberg. In Bezug auf fehlende Spontanität wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Sprachnachweise auch bis zu einem gewissen Zeitpunkt nachgereicht werden können. Weitergehende Flexibilität sei aber im aktuellen Verfahren nicht möglich.

Das StuPa hat sich geeinigt, eine Abschaffung erstmal nicht zu fordern, sich aber weiter mit dem Thema auseinanderzusetzten.

Icon der Studierendenvertretung Bamberg

Wahlergebnis bringt Verän­derungen

5.07.2023 | Hochschulwahlen, Senat, Studierendenvertretung, StuPa, Wahlbeteiligung

Vom 20. bis zum 27. Juni 2023 konntet ihr bei den Hochschulwahlen eure Stimme abgeben. Inzwischen ist das Wahlergebnis eingetroffen. Es bringt einige Veränderungen in der Zusammensetzung der Studierendenvertretung mit sich.

Zwei Gruppen weniger im Studierendenparlament

Im größten Organ der Studierendenvertretung stellt weiterhin die Bamberger Grün-Linke Studierendeninitiative (BAGLS) die meisten Abgeordneten. Sie gewinnt zwei Sitze dazu und ist mit 10 Personen vertreten. Die Juso-Hochschulgruppe, die AStA-Liste und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) konnten je zwei Sitze erringen. Weiterhin mit einer Person vertreten ist die Liberale Hochschulgruppe (LHG).

Die Unabhängige Studierendeninitiative (USI) war nicht erneut angetreten und zieht sich somit aus der Hochschulpolitik zurück. Ebenfalls nicht mehr im Parlament vertreten ist der Sozialistisch-Demokratische-Studierendenverband (SDS), der zuletzt mit den Jusos und der AStA-Liste kooperiert hatte.

Sitzverteilung im Studierendenparlament
Sitzverteilung im Studierendenparlament 2023/24: BAGLS (10), Jusos (2), AStA-Liste (2), RCDS (2), LHG (1), GuK (4), HuWi (4), SoWi (4), WIAI (4), Bunte Linke Liste (2)

Senatsplätze gehen erneut an die Bunte Linke Liste

Im letzten Jahr gingen erstmals seit längerer Zeit beide Senatsplätze an eine Liste. Mit dem diesjährigen Ergebnis konnte die Bunte Linke Liste ihre beiden Plätze verteidigen. Francesca Hilgner (AStA-Liste) und Antonia Schmutterer (Jusos) errangen die meisten Stimmen.

Fotografie von Francesca Hilgner und Antonia Schmutterer
Francesca Hilgner (links, AStA-Liste) und Antonia Schmutterer (Jusos) sind unsere studentische Vertretung im Senat. Bildrechte: Bunte Linke Liste

In ihrem Wahlkampf hatten sich beide für die Bereiche Diversität, Mitbestimmung und Soziales stark gemacht. Zu ihren Forderungen gehörten bezahlbare Mensapreise und Wohnheimmieten, ein Tarifvertrag für Studierende, die Repräsentanz von FLINTA*-Personen und die Verfasste Studierendenschaft.

Leicht gestiegene Wahlbeteiligung

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Wahlbeteiligung bei fast allen Organen leicht gestiegen. Sie liegt damit allerdings weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Im Bayernvergleich liegt die Universität Bamberg damit im Mittelfeld.

Wir wünschen allen Gewählten viel Erfolg für die im Oktober beginnende Amtszeit!

Offenlegung: Da sich im Bereich der Fachschaften aktuell noch Änderungen ergeben könnten, wurden diese Ergebnisse nicht in diesem Post behandelt.

Icon der Studierendenvertretung Bamberg

Fortschritt beim Semesterticket & Neues aus dem Sprachenzentrum

11.06.2023 | fzs, Semesterticket, Studentenwerk, Studierendenvertretung, StuPa

Nachdem in der letzten Sitzung viel Kritik am Studentenwerk geäußert wurde, ging es in der achten Sitzung des Studierendenparlaments am 1.6.2023 etwas ruhiger zu. Es wurde vom Mobilitätsgipfel, dem Sprachenzentrumsbeirat und aus den Referaten berichtet. Das Wichtigste haben wir für euch hier zusammengefasst.

Dauerbrenner Semesterticket

Das Semesterticket blieb auch in dieser Sitzung ein wichtiges und heiß diskutiertes Thema. Diesmal wurde aus dem Mobilitätsgipfel in Düsseldorf berichtet, der vom fzs (freier Zusammenschluss von student*innenschaften) ausgerichtet wurde. Dort wurde ein Positionspapier erarbeitet, das Thesen für ein deutschlandweites Semesterticket enthält. Der Vorsitz hatte, um dieser Sache mehr Nachdruck zu verleihen, einen Antrag zur Unterstützung ausgearbeitet, der vom Parlament angenommen wurde. Konkret ging es um folgende Forderungen:

  • Ein dauerhaftes, bundesweites Semesterticket stellt einen bedeutenden Vorteil für alle Studierenden in Deutschland dar.
  • Die Studierendenschaften müssen Vertragspartnerinnen bleiben – und also auch Verhandlungspartei sein.
  • Ein kollektiv abgeschlossener Vertrag nach dem Solidarprinzip muss einen deutlichen Preisvorteil bieten.
  • Die zusätzlichen Vorteile der bestehenden Semestertickets sollten erhalten bleiben.

ChatGPT als Chance, Thai in Passau & Mittelkürzungen – das Wichtigste aus dem Beirat des Sprachenzentrums

Auch im Sprachenzentrum gibt es einige Neuerungen: Zum Thema Chat GPT soll es Fortbildungen geben, damit Portfolioprüfungen nicht vollständig verschwinden, sondern die Technologie gewinnbringend genutzt werden kann. Des Weiteren soll ab dem Wintersemester 23/24 eine Sprachsharing-Kooperation mit der Uni Passau im Bereich Thai angeboten werden. Eine weitere Umstellung kommt auf diejenigen zu, die zum nächsten Semester ins Auslandssemester starten möchten. Für Sprachnachweise wird ab dem kommenden Semester ein Beitrag von 15€ pro Test erhoben. Ein größerer Diskussionspunkt waren außerdem die Mittelkürzungen und die niedrigeren Studierendenzahlen in vielen der Sprachkurse. Aktuell stehen viele Möglichkeiten und Vorschläge im Raum, wie in den nächsten Semestern damit umgegangen werden soll. Entschieden ist bis dato noch nichts, wir halten euch jedoch auf dem Laufenden!

Icon der Studierendenvertretung Bamberg Gruppenbild des Sprecher:innenrats

Der aktuelle Sprecher*innenrat stellt sich vor

26.01.2023 | SpRat, Sprecher*innenrat, Studierendenvertretung, StuPa

Sie veranstalten die studentische Vollversammlung, stellen die Studierendenvertretung bei den EETs vor und koordinieren Gespräche mit der Universitätsleitung und dem Studentenwerk Würzburg. Aber wer sind eigentlich die Mitglieder des Sprecher*innenrats 22/23?

Der Sprecher*innenrat, kurz Sprat, besteht momentan aus sechs Personen. Das sind neben den beiden Senatorinnen zwei Fachschaftsvertreter*innen und zwei Vertreter*innen der politischen Hochschulgruppen, die jedes Jahr vom Studierendenparlament neu gewählt werden.

Die studentischen Senatorinnen

Unsere beiden Senatorinnen kennt ihr schon. Judith Steinbrecher und Beate Conrad sind bei den letzten Hochschulwahlen für die Bunte Linke Liste angetreten. Judith ist außerdem Teil der Queeren Community, Beate ist durch die Bamberger Grün-Linke Studierendeninitiative (BAGLS) in die Hochschulpolitik geraten. Die zwei Psychologiestudentinnen sitzen seit Oktober 2022 für ein Jahr im Senat und im Universitätsrat und vertreten dort studentische Anliegen.

Wenn ihr mehr über ihre Arbeit dort erfahren wollt, findet ihr hier unser Interview mit den beiden. Im Sprat nehmen sie vor allem eine vernetzende Rolle ein und stehen im Austausch mit allen Organen der Stuve, der Uni Bamberg und anderen Studierendenvertretungen. Als direkt gewählte studentische Vertreterinnen sind Beate und Judith eure direkten Ansprechspartnerinnen an der Uni Bamberg.

Die Fachschaftsvertreter

Aus den Reihen der Fachschaften wurden Florian Knoch und Leonhard Hirler vom Studierendenparlament in den Sprat gewählt. Florian ist ein Urgestein der Studierendenvertretung, war lange als Fachschaftssprecher der Fachschaft Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) aktiv sowie in zahlreichen Gremien der Studierendenvertretung und darüber hinaus. Sein breites Wissen über die Strukturen der Universität bringt er in jeden Arbeitsbereich des Sprats ein, sowie in allen Gesprächen mit der Universitätsleitung, dem Studentenwerk Würzburg und im Studierendenparlament. Außerdem beschäftigt er sich ausgiebig mit der Organisation der Hochschulwahlen. Wenn ihr irgendeine Frage zur Studierendenvertretung oder den Strukturen der Uni habt, stehen die Chancen sehr gut, dass Flo sie euch ausführlichst beantworten kann.

Leo ist seit seinem ersten Semester bei der Fachschaft Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (SOWI) aktiv. Er studiert Politikwissenschaft im 3. Semester und hat sich in den Sprat wählen lassen, um die Strukturen der Stuve kennenzulernen und hinter den Kulissen mitzuwirken. Hier engagiert er sich vor allem im Austausch mit der Stadt Bamberg, übernimmt aber auch gerne organisatorische Aufgaben. An Leo könnt ihr euch wenden wenn ihr Anliegen für unseren Austausch mit dem Studentenwerk oder der Unileitung habt.

Die hochschulpolitischen Sprecher

Den Sprecher*innenrat vervollständigen Paul Rodenbeck und Lysander Buntfuß. Die beiden vertreten die hochschulpolitischen Gruppen im Sprat. Paul ist seit dem Wintersemester 2021/22 bei den BAGLS aktiv und vertritt als einer von 8 gewählten Mitgliedern die Gruppe seit Oktober 22 im Studierendenparlament. Von dort ließ er sich direkt in den Sprat wählen und ist seitdem unser Mann für alles. Paul ließt, beantwortet und schreibt jede Mail, die in und aus unserem Postfach kommt. Er kümmert sich um Personalangelegenheiten der Stuve und hilft bei der Koordination des Stuve Büros. Bei Veranstaltungen übernimmt er gerne die Moderation.

Lysander ist seit Sommer 2022 federführendes Mitglied der liberalen Hochschulgruppe (LHG). Seine Arbeit in der Stuve begann jedoch deutlich früher bei der Fachschaft WIAI, bei der er nicht zuletzt Sprecher war. Im Stupa sitzt Lysander deswegen nun auch schon zum zweiten Mal, diesmal vertritt er jedoch die LHG im Parlament. Nachdem er 2019/2020 als Fachschaftler den stellvertretenden Vorsitz des Stupas gestellt hat, ist er diese Legislaturperiode als hochschulpolitischer Sprecher im Sprat vertreten. Hier ist er vorallem administrativ tätig, bereitet die gemeinsamen Sitzungen vor und schreibt den ein oder anderen Antrag. Während er dem Sprat im Winter nur digital aus seinem Auslandssemester in Frankreich beiwohnen konnte, möchte er sich jetzt umso mehr in der Studierendenvertretung engagieren.

Beate, Judith und Paul bei der Vollversammlung
Beate, Judith und Paul bei der letzten studentischen Vollversammlung

Für ein ganzes Jahr dürfen Beate, Flo, Judith, Leo, Lysander und Paul für die Studierendenvertretung sprechen. Als Ziel haben die sechs sich gesetzt, die Stuve nach einem langen Corona-Winterschlaf wieder in Gang zu bringen um studentische Interessen an der Uni Bamberg noch besser vertreten zu können.

Ihr wollt mehr über den Aufbau der Studierendenvertretung wissen? Hier findet ihr einen Überblick über die gesamte Stuve.

Icon der Studierendenvertretung Bamberg Leere Cafeteria

StuVe meets StuWe: Unser Gespräch mit dem Studentenwerk Würzburg

5.12.2022 | Mensa, psychotherapeutische Beratung, Semesterticket, Studentenwerk, Studierendenvertretung, Wohnheim

Ob Mensa, Wohnheim, Semesterticket oder psychotherapeutische Beratung – für viele Bereiche an der Universität ist gar nicht die Uni Bamberg, sondern das Studentenwerk Würzburg zuständig. Wie jedes Semester traf sich die Studierendenvertretung mit der Leitung des „Studiwerks“, diesmal am 21.11. zum ersten Mal seit langem in Präsenz. Wir waren auch dabei.

Semesterticket oder 49 Euro?

Gleich zu Beginn des Gesprächs ging es um ein altbewährtes Thema, mit dem sich die Studierendenvertretung schon lange beschäftigt: Das Semesterticket. Jüngste Entscheidungen der Bundespolitik sorgten dafür, dass wieder heiß diskutiert wurde. Wird das sog. „Deutschlandticket“ für 49 Euro, wie sein deutlich günstigeres Pilotprojekt wieder mit dem Semesterticket verrechnet werden, dieses eventuell sogar ablösen? Diese Frage konnte das Studentenwerk entschieden verneinen. Auch weiterhin soll an der Universität Bamberg ein eigenes Semesterticket angeboten werden. Für Studierende, die das Deutschlandticket nutzen wollen, wird es diese Möglichkeit frühestens ab April geben. Zu welchen Bedingungen ist bislang unklar.

Hoffnung geben jedoch die Überlegungen zu einem „Bildungsticket“, das mit einem deutlich größeren Geltungsbereich für 29 Euro im Monat das bisherige Semesterticket ab dem Sommersemester 2023 ablösen könnte. Ob und wie dieses jedoch umgesetzt wird, dazu hielt sich das Studentenwerk bedeckt.

Studieren wird teurer

Gestiegene Energiekosten in den Gebäuden, die Gaspreiserhöhung und die Inflation sind auch am Studentenwerk nicht spurlos vorbeigegangen. Eine Entwicklung, die sich auch auf den Grundbeitrag für Studierende auswirken wird. Wie und wann genau die Erhöhung kommt steht noch nicht fest, im Gespräch seien aber bis zu 20 Euro. Fest steht, der Beitrag wird nicht von heute auf morgen steigen. Im Januar soll es erste Vorschläge geben.

Ohne Nachfrage keine Beratung

Für Gesprächsstoff sorgte auch die Neuigkeit aus der Vertreterversammlung des Studentenwerks, dass die Sozialberatung an der Uni Bamberg neu besetzt und aufgrund fehlender Nachfrage vollständig nach Würzburg verlegt wurde. Sprechstunden sollten jedoch weiterhin auf Anfrage in Bamberg möglich sein, falls sich der Bedarf wieder erhöhen sollte. Der Ursache für den geringen Bedarf an Sozialberatung schrieben die Studierendenvertreter*innen die mangelnde Bekanntheit der Stelle unter Studierenden zu. Diese spiegelte sich unter anderem in der Verwunderung einiger Gesprächsteilnehmenden, die an diesem Punkt zum ersten Mal von einer solchen Beratung Kenntnis nahmen.

Dies führte zu einem Austausch darüber, ob dieses und andere beratende Angebote des Studentenwerks, insbesondere die psychotherapeutische Beratungsstelle, besser bekannt gemacht werden sollten unter Studierenden. Hier war es den Studierendenvertreter*innen ein besonderes Anliegen, dass jede*r Student*in, die Hilfe benötigt, Kenntnis von und Zugang zu der Beratungsstelle hat. Dabei dürfe die Auslastung der Stelle nicht im Wege stehen. Wie stark die Stelle momentan frequentiert ist, evaluiert das Studentenwerk und reicht dies der Studierendenvertretung nach. Wir bleiben gespannt.

Falls ihr oder eine Person, die euch nahe steht, mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, findet ihr die psychotherapeutische Beratung hier.

Länger sitzen, besser essen

Mit seinen Cafeterien und Mensen bestimmt das Studentenwerk einen wesentlichen Teil im studentischen Alltag: Das Essen. Deswegen waren es gleich mehrere Anliegen, die die StuVe an das Studentenwerk herantrug. Für die Mensen gilt künftig, dass die Essensausgabe bis mindestens viertel nach zwei möglich ist. So soll Studierenden ermöglicht werden, nach Vorlesungsende um 13:45 noch eine warme Mahlzeit einnehmen zu können.

Schlechter sieht es bei den Cafeterien aus. Aufgrund fehlender Nachfrage schlug das Studentenwerk die Bitte nach Öffnungszeiten bis 17 Uhr aus. Ein besonders den Humanwissenschaftler*innen wichtiges Anliegen, in der Cafeteria am Markusplatz wenigstens für die Mittagszeit zwischen den Vorlesungen ein warmes Gericht zur Verfügung zu haben, wurde ausführlich diskutiert. Die Dringlichkeit des Anliegens lässt zumindest auf einen Versuch hoffen.

Ein altbewährtes Thema war hierbei die Art des Essens, das angeboten werden soll. Während die Studierendenvertretung darauf pochte, dass in beiden Mensen jeden Tag mindestens ein veganes Gericht angeboten wird, das nicht signifikant teurer als ein Gericht mit Fleisch sein dürfe, verwies das Studentenwerk auf die deutlich höheren Einkaufspreise für vegane Produkte. Eine Antwort auf die Frage, woher dieses so günstige Fleisch komme, steht noch aus und soll nachgereicht werden. Was den Preis angeht konnte eine Übereinstimmung darüber getroffen werden, den von veganen und vegetarischen Gerichten denen mit Fleisch anzunähern. Dies soll durch eine Mischkalkulation oder die Verwendung einfacher Zutaten, die von Natur aus keine tierischen Erzeugnisse enthalten, erreicht werden. Außerdem möchte das Studentenwerk in Zukunft mehr darauf achten, Angaben von Inhaltsstoffen exakter und auch bei kurzfristig auf dem Speiseplan erscheinenden Gerichten anzugeben.

Der einen oder anderen mag es schon aufgefallen sein, dass einige Getränke- und Snackautomaten mysteriöserweise vom Universitätsgelände verschwunden sind. Dies liegt, so das Studentenwerk, am Vertragsende des ehemaligen Zulieferers und der damit verbundenen Neuausschreibung, im Zuge derer die Automaten auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft und gegebenenfalls abgebaut wurden. Die Gute Nachricht: Alle Automaten, die jetzt noch zu finden sind, sollen bleiben. Außerdem wird über einen neuen Automaten in der Kärntenstraße nachgedacht. Wir halten die Augen offen!

Digitalisierung kommt auch im Wohnheim an

Im Vorfeld des Gesprächs sammelte der Sprecher*innenrat, neben weiteren Themenvorschlägen, insbesondere bei Bewohner*innen und Tutor*innen der Wohnheime des Studentenwerks Fragen und Anliegen. Vorallem aus den Wohnheimen in der Innenstadt wurden zahlreiche Beschwerden weitergegeben. So gab es in der Vergangenheit häufig Probleme bei der Meldung und der zeitnahen Bearbeitung von Schäden. Dem soll ab Anfang 2023 ein zentrales online Reperaturformular entgegenwirken, durch das Bewohner*innen Mängel direkt melden und den Status der Reparatur einsehen können. Dies soll das schnelle Reagieren und die Koordination beteiligter Anlaufstellen verbessern. Außerdem soll das Wohnheim in der Keßlerstraße in den nächsten Jahren saniert werden. Den Bewohner*innen wird ein Platz in einem anderen Wohnheim zugesichert. Dazu soll auch das renovierte Wohnheim in der Pestalozzistraße zählen, das zum Wintersemester 2023/24 seine Toren für über 200 Bewohner*innen öffnen soll.

Ihr habt Anliegen, Fragen oder Wünsche für das Studentenwerk? Schreibt dem Sprecher*innenrat unter sprat.stuve@uni-bamberg.de oder wendet euch direkt an das Studentenwerk Würzburg.